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SEOs Finest 28 – Björn Tantau 2

SEOs Finest 28 – Björn Tantau 2 / Host: Marcell Sarközy (Seodeluxe) / 30.11.2023

SEOs Finest 28 als Podcast

Link zur alten Folge: SEOs Finest 4 – Björn Tantau (22.07.2011)

SEOs Finest 28 als Video

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SEOs Finest 28 Transkript

Seodeluxe: So, ihr Lieben, hallo und herzlich willkommen zur Folge 28 von SEOs Finest. Mein heutiger Gast heute ist der sagenhafte Björn Tantau, wo ich das Vergnügen hatte, ihn ja schon mal in einem SEOs Finest Podcast zu haben. Das ist ein paar Jahre her und zwar war das am 22.07.2011. Also vor zwölf Jahren war er das erste Mal bei mir im SEOs Finest Podcast. Jetzt wollen wir das Format wieder aufleben lassen und ich bin natürlich gespannt zu hören, was er die Jahre gemacht hat. Deswegen heute bei mir in der Sendung, hallo und herzlich willkommen, Björn Tantau.

Björn Tantau: Hallo Marcell, danke für die Einladung.

Seodeluxe: Ja, sehr, sehr gerne. Ich freue mich natürlich, dass du gleich auch Zeit dir genommen hast und wir so spontan hier loslegen können. Genau, viel ist passiert in der Zeit. Ich habe viele, viele Fragen natürlich an dich und ich hoffe, dass du uns da auch ganz viel erzählen kannst. Und ja, wir starten natürlich gleich vorne ab, wer den Björn jetzt erstmal so gar nicht kennt, was ja wahrscheinlich unrealistisch ist in der Szene. Vielleicht magst du erstmal noch zwei der Sachen über deine Person kurz sagen.

Björn Tantau: Ja, unrealistisch oder nicht, spielt ja keine Rolle. Manche kennen mich, manche kennen mich nicht. Aber die, die mich nicht kennen, gerne mal ein paar Worte. Also, ich bin auch heute hier im SEOs Finest Podcast, obwohl ich gar kein SEO mehr bin. Also ich war damals, als wir beide diese Folge gemacht haben, war ich auch noch stark in der SEO-Szene involviert, habe auch selber SEO als Dienstleistung angeboten. Damals noch in einem anderen Kontext. Das hat sich mittlerweile geändert. Mittlerweile, wer mich kennt, wird mich wahrscheinlich eher kennen aus dem Bereich Social Media Marketing, Facebook, Instagram, LinkedIn und so weiter. Meta-Ads mache ich auch eine ganze Menge und bin da jetzt tatsächlich schwerpunktmäßig drin.

Das heißt, SEO kann ich auch noch, wenn ich mir die aktuellen Dinge so anschaue, dann muss ich ab und zu nochmal zweimal lesen, aber ich verstehe schon noch, auch wie es funktioniert und ich verstehe schon noch, was wichtig ist, aber halt nicht mehr so wie jetzt jemand wie du zum Beispiel, der jetzt halt dem Thema SEO in den letzten Jahren treu geblieben ist. Genau, das heißt, ich bin jetzt tatsächlich eher im Bereich Social Media Marketing mit allem, was dazugehört. Content Marketing, mittlerweile auch das Thema KI ist immer wichtiger. Content Marketing, Social Media, KI, der hängt viel zusammen, also ChatGPT und solche Sachen. Und im Prinzip geht es bei dem, was ich mache mittlerweile tatsächlich als E-Learning, als Coaching-Angebot, dass ich meinen Kunden quasi zeige, wie sie Social Media einsetzen, um nicht nur dort viele Follower und viel Reichweite und Klicky-Bunty und Bilder hier, sondern wie sie als Social Media wirklich einsetzen, um damit tatsächlich auch erstens Leads zu generieren, denen man zweitens auch dann wirklich etwas verkaufen kann.

Sprich, wie man Social Media nutzt, nicht nur wegen der Reichweite und for the fame und wow, mein Reel ist viral gegangen, super, sondern bei mir geht es halt ganz knallhart darum zu sagen, pass auf, so musst du Social Media Marketing machen, Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok zum Beispiel, um dann zu sagen, okay, hier kann ich handfeste Ergebnisse produzieren, hier sehe ich, ich mache was auf Social Media und verdiene damit tatsächlich Geld, mache Umsatzgewinne Kunden und das mache ich, das mache ich mit meinem Team. Also das Coaching wird von mir geleitet, aber ich habe mittlerweile diverse Leute, die mir dabei helfen, weil sonst wäre das nicht mehr machbar. Das mache ich schwerpunktmäßig für Selbstständige, für Unternehmer und auch für Marketingabteilungen. Das heißt, viele meiner Kunden sind selber auch im Coaching-Bereich tätig.

Viele meiner Kunden sind selbstständig. Viele meiner Kunden haben beispielsweise auch Online-Shops, wo sie entsprechend sagen, da möchte ich Social Media ein bisschen mehr machen. Und ich arbeite dann auch partiell, wenn es passt, mit einzelnen Personen und Firmen zusammen, für die ich dann tatsächlich operativ umsetze. Das aber eher in einem sehr exklusiven Rahmen, wenn ich halt wirklich sehe, okay, das ist ein spannendes Thema. Ansonsten machen wir das so, dass wir da entsprechende Coaching-Programme anbieten, die in der Regel so um die sechs Monate laufen, wo Leute dann ein Training, Schulungen und Live-Calls durchlaufen, wo sie am Ende dann wirklich in dem Thema sozusagen gestählt sind und tatsächlich wissen, na alles klar, so funktioniert Social Media, aber nicht nur für Reichweite und Follower, sondern auch wirklich für handfeste Ergebnisse im Sinne von Umsatz. Das ist das Ziel.

Seodeluxe: Ja, sehr schön. Vielen Dank für die ausführliche Erklärung auf jeden Fall. Sehr, sehr spannend. Jetzt hast du ja eingangs schon gesagt, und das ist ja auch das zentrale Thema der Sendung natürlich, SEOs Finest. Du warst ja früher als bekannter SEO eben auch viele Jahre unterwegs. Da haben wir uns auch kennengelernt logischerweise. Und jetzt hast du ja selber gesagt, du bist dann irgendwann auf die dunkle Seite der Macht gewechselt. Ja, also zum Social Media. Und da ist natürlich für mich die interessanteste Frage, was hat diesen Wechsel konkret ausgelöst? Also wolltest du einfach nur mal reinschnuppern, diese neue Technologie? Oder ja, hat dem SEO vielleicht auch irgendwas nicht zu deiner Zufriedenheit funktioniert? Keine Ahnung. Also was war der Grund für diesen Wechsel?

Björn Tantau: Ja, das hat sich eigentlich eher so, um mal in SEO-Sprache zu bleiben, organisch entwickelt. Tatsächlich, dass ich halt gesehen habe, ich habe folgende Projekte, ich habe Kunden und habe ich halt gesehen, okay, das war ja damals so 2012, 13, 14, als dann Social Media wirklich groß wurde, wo auch dann die Leute gemerkt haben, da geht etwas. Und was mich halt immer interessiert hat, ist, wie bekommt man Reichweite? Also wie bekommst du Leute auf ein Angebot? Wie kannst du Leute von einem Angebot überzeugen? Und das funktioniert natürlich mit SEO, klar, wenn du bei Google auch Platz 1 stehst für eine transaktionale Suche und jemand sagt, „Waschmaschine Hamburg günstig kaufen“ und du hängst da oben, dann wirst du garantiert Waschmaschinen verkaufen. Das ist auf Social Media natürlich ein bisschen anders, aber mir ging es halt darum, wie kann ich noch mehr Leute finden und die entsprechend auf ein Angebot aufmerksam machen?

Und das funktioniert natürlich mit Social Media sehr gut, weil natürlich Social Media ein Kanal ist, egal welches Netzwerk du jetzt nimmst, wo du die Leute erstmal branden kannst. Das heißt, selbst wenn jemand noch nicht, also klar, jetzt „Waschmaschine günstig kaufen“ ist ein simples Beispiel, aber es gibt ja auch andere Kaufentscheidungen, die etwas länger gären müssen, gerade im Bereich Marketing, wenn du jetzt sagst, du brauchst zum Beispiel Unterstützung und da ist halt Social Media eine sehr mächtige Waffe geworden. Schon damals habe ich halt festgestellt, okay, damals, klar, Twitter und Facebook waren so vor zehn Jahren noch die Nummer Einsen sozusagen. Das hat sich natürlich jetzt geändert. Jetzt reden wir eher von Instagram und auch noch Facebook, aber auch sowas wie TikTok und LinkedIn. Das hat sich halt ein bisschen geändert. X halte ich persönlich, also ehemals Twitter halte ich persönlich für die meisten Bereiche jetzt nicht mehr so zielführend.

Es sei denn, du bist halt Journalist oder machst Events oder bist im Bereich Sport tätig oder auch Politik, da ist es nach wie vor wichtig…. Aber darum ging es mir immer. Wie kann ich dafür sorgen, dass man mehr Leute erreicht? Und zwar nicht nur, wenn Leute von sich aus irgendwo hingehen und in der Customer Journey schon kurz vor Kauf sind. Denn wenn ich „Waschmaschine günstig kaufen Hamburg“ eingebe, dann weiß ich ja schon, ich brauche eine neue Waschmaschine. Das heißt, Customer Journey ist dann ja schon kurz vor Purchase sozusagen. Und wie kann ich dann die beiden Phasen vorher, also Awareness und Consideration, wie kann ich das entsprechend ein bisschen besser machen? Und da ist Social Media ganz, ganz, ganz stark. Logischerweise Google auch und das, was ich mache, meine Webseite rankt ja auch nach wie vor bei Google und wir kommen nach wie vor noch organisch im Traffic und so weiter.

Aber auch da zu gucken, was geht da und dann kommt man halt, und das ist halt das Spannende, dann kommst du halt irgendwann über diesen organischen Part, der ja sowohl bei Google als auch in Social Media noch funktioniert, aber halt nicht mehr so gut wie vor zehn Jahren. Und die Entwicklung hat mich dann einfach daran gebracht, dass ich dann relativ schnell angefangen habe, mich in dieses Thema Performance-Marketing, also Paid-Traffic, einzuarbeiten von sozialen Netzwerken. Und das war halt bis vor ein paar Jahren eigentlich nur Facebook. Also bis 2017. Jetzt ist es auch Instagram, jetzt ist es auch TikTok und so weiter. Aber bis vor ein paar Jahren war das nur Facebook. Und so hat es sich dann entwickelt, weil, wie gesagt, wenn für dich quasi das Ziel ist, dass du Leuten Möglichkeiten bieten willst, wie sie die Zielgruppe auf ein Angebot lenken und dann mit dem Angebot auch Geld verdienen wollen, dann kommst du einfach um bezahlte Werbeanzeigen nicht drumherum. Ganz einfach.

Und die Kombination aus bezahlten Werbeanzeigen und organischem Social-Media-Marketing, die hat es mir quasi angetan. Das ist auch der Kern dessen, was wir jetzt heute machen. Bei uns geht es dann speziell darum, dass wir sagen, okay, wir nutzen organische Maßnahmen und auch bezahlte Maßnahmen, um Leute beispielsweise entweder direkt auf ein Angebot zu bringen oder beispielsweise klassische Lead-Generation zu machen. Also erstmal E-Mails einsammeln und die Leute dann in den E-Mail-Verteiler reinbringen, weil E-Mail-Marketing immer noch, obwohl es seit, glaube ich, 15 Jahren totgelabert wird, immer noch 1A funktioniert. Der ROI ist immer noch sagenhaft groß. Das heißt, wenn du eine funktionierende, gute E-Mail-Liste hast und das Ganze halt richtig gut machst, dann klappt das perfekt. Und darum geht es mir eigentlich aktuell, also jetzt primär. Und das ist halt das, was wir machen. Und so hat sich das Ganze entwickelt. Letztendlich aus der… Ja, aus dem Wunsch zu gucken, welche anderen Kanäle gibt es auch, weil ich hatte auch damals 2012 mit E-Mail-Marketing nichts am Hut.

Also da haben wir auch das über Google gemacht, dann Landingpages und dann Anfragen gesammelt, aber halt nicht mit so einem Verteiler. Das habe ich tatsächlich erst 2013 angefangen und dann mehrere Verteiler aufgebaut, auch für Kunden mittlerweile. Und das ist halt etwas, wo ich mittlerweile sage, egal, ob du SEO machst oder Social Media, wenn du kein eigenes System hast, dann bist du quasi von Google oder von Facebook oder von Insta oder von TikTok abhängig, weil wenn die ihre Algorithmen ändern, das kennst du ja als langjähriger SEO, wenn die Algorithmen geändert werden, dann kann es sein, dass du Montagabend ins Bett gehst und sagst, wow, alles läuft dufte und Dienstagmorgen wachst du auf und bist von Platz 1 auf Platz 25 runter und du weißt ja selber, dass das quasi wie nicht existent ist. Und das ist halt das, was ich gerne vermeiden möchte.

Seodeluxe: Und das für mein Top-Keyword „Waschmaschine Hamburg günstig kaufen“. (lacht)

Björn Tantau: Genau, da hast du ein Problem.

Seodeluxe: So sieht es aus. Ja, sehr schön. Bin total d’accord, also das ist ja auch das, was du gerade sagst, was zum Beispiel auch Karl Kratz jahrelang propagiert hat, nicht abhängig machen von einem System, sondern wirklich mehrere… „Don’t put all your eggs in one basket“, wie es so schön heißt, da hast du vollkommen recht. Interessant auch wirklich, wie du sagst, dass du jetzt sehr spät mit dem E-Mail-Marketing angefangen hast und die Leute sagen heute, das wäre tot. Das sehe ich auch ganz genauso. Also dieses ständige „SEO ist tot“. Das gab es ja schon vor 15 Jahren.

Björn Tantau: 2005 gab es das schon.

Seodeluxe: Irgendwas, keine Ahnung. Und dann kam Social und dann das ist tot und E-Mail ist tot. Und alles ist immer tot, weil man braucht ja immer die neue Sau, die man durchs Dorf treiben kann. Und da muss immer was Altes offensichtlich dafür geopfert werden. Und deswegen bin ich total bei dir, also auch Sachen, die wirklich, keine Ahnung, 20 Jahre alt sind, die kann man heutzutage sogar noch benutzen.
Ich nenn jetzt bewusst keine Beispiele.

Björn Tantau: Ja, ja.

Seodeluxe: Genau, weil die funktionieren einfach. Und die funktionieren heutzutage sogar noch besser, meiner Meinung nach. Eben aus dem Grund, weil die Leute dann eben sagen, also gerade dieser junge Nachwuchs, gleich beim nächsten Thema, dann eben nur hört, oh, XY ist tot, dann brauche ich mich darum gar nicht mehr kümmern. Und das ist für uns alte Hasen ja umso besser. Also ich sage jetzt noch mal was, Thema Domaining, ja. Da ist keiner mehr dran. Also man kann nicht leichter expired Domains grabben als heute, also meiner Meinung nach. Und das ist super interessant, weil sich keiner mehr darum kümmert. Thema Nachwuchs, wir hatten das vorhin im Vorgespräch auch kurz angesprochen. Es ist ja so, dass logischerweise viele, viele Agenturen, viele junge Menschen einfach da nachrücken, einfach weil die Medienbranche, also die Online-Marketing-Branche natürlich einfach interessant ist. Das ist ja auch völlig normal heutzutage. Da will ja keiner mehr, keine Ahnung, Tischler werden.

Björn Tantau: Bedauerlicherweise.

Seodeluxe: Genau, Handwerk stirbt so ein bisschen weg, ja. Und da haben wir ja vorhin kurz drüber gesprochen, dass eben die jungen Leute, das bemängele ich so ein bisschen, teilweise zu wenig da investieren. Also mir begegnen ganz viele SEOs, also junge SEOs, die sagen, ja, wir machen als SEO, wir haben auch Kunden, wir arbeiten für den und den. Und dann fragt man die, hey, hast du eine Webseite oder wo testest du denn XY? Ah, ne, Webseite habe ich gar nicht, ich habe nur, keine Ahnung, Instagram-Profil oder so. Wie siehst du das? Also auch gerade mit dem Nachwuchs auch vielleicht im Social-Media-Bereich?

Björn Tantau: Das ist ein, ich will nicht sagen ein Problem, das ist eine Entwicklung, die ich eigentlich schon vor vielen, vielen Jahren festgestellt habe. Und das liegt gar nicht so sehr daran, dass die keinen Bock haben. Ich will jetzt niemandem unterstellen, dass er oder sie keinen Bock hat. Das liegt daran, weil die Gegebenheiten sich total verändert haben im Vergleich zu dem, als wir angefangen haben damals. Also, sagen wir mal so, wenn unser letztes Podcast-Interview jetzt von 2012 ist, dann bist du ja, glaube ich, auch schon mindestens schon zehn Jahre vorher im Bereich SEO aktiv gewesen, so wie ich ja auch. Ich habe meine erste Webseite 1996, glaube ich, gebaut.

Damals gab es, glaube ich, Fireball, es gab Altavista und es gab Lycos. Also Altavista, vielleicht kennt noch jemand, aber drei Namen, die jetzt jemand, der jetzt irgendwie 20 ist, nicht mehr weiß, was es ist. Google kam dann ja 98 und 99 und 2000 wurde es dann richtig groß, weil die als erste gecheckt haben, dass du mit Backlinks messen kannst und so weiter. Das Problem ist, dass damals und das ist halt der Vorteil, den Leute wie du und ich, auch wenn wir schon älter sind, nach wie vor haben, dass wir halt damals gelernt haben, die Dinge halt erstens selber herauszufinden, weil wenn du etwas machen willst und es gibt dazu nirgendwo etwas, dann musst du einfach gucken, okay, wo kriege ich es trotzdem her? Das war dann damals größtenteils aus den USA, weil da gab es schon Leute. Oder du hast es halt selber getestet. Und dazu brauchst du halt eine Webseite zum selber testen.

So, das ist das Ding, dass es früher halt keine Ausbildung dafür gab. Es gab da früher kein Studium. Heute kannst du Online-Marketing studieren. Du kannst SEO studieren. Du kannst Social-Media-Influencer studieren. Du kannst E-Commerce studieren. So, aber, und das ist halt das Problem, wenn es halt eine Ausbildung ist, die halt auf einem Studium beruht, dann ist ja sehr viel Theorie. Ist auch ganz normal. Das System ist, der Prof steht vorne, erklärt dir, wie es funktioniert. Ich gehe davon aus, dass die Unis da Profs haben, die sich auskennen. Aber trotzdem ist es ja nicht das Gleiche, als wenn du zu Hause sitzt, im Kämmerlein und bist irgendwie 18, 19 und hackst da auf deinem Laptop rum, weil du halt herausfinden willst, wie funktioniert dieser verfluchte Algorithmus und welche Backlinks funktionieren besser als andere. Das kriegst du halt theoretisch nicht raus. Und klar, wenn ich jetzt an die Uni gehe und sage, ich möchte SEO studieren, das wäre für mich ganz witzig, dann sitze ich da und sagt mir jemand, ja, du brauchst Backlinks. Okay, aber wie viele denn? Und welche? Und wo müssen die auftauchen? Und wie müssen die aussehen? Und von wo müssen die sein? Und so weiter.

Und das weißt du halt nicht, wenn du es nicht ausprobierst. Und du weißt auch zum Beispiel nicht, wie es ist, wenn du ein Projekt hast mit 50.000 Views pro Tag, oder überlegen, nee, gar nicht wahr, sondern sogar mehr, also wir hatten damals 500.000 Besucher, also nicht Views, sondern Unique Visits, 500.000 pro Monat, also ungefähr, was ist das, 30.000 pro Tag, glaube ich, ne? So, und wenn du dann irgendetwas machst, weil du halt rumprobierst, und dann stellst du fest, hoppla, Google hat die Seite aus dem Index genommen, wegen bestimmter Sachen, ne? Wenn du sowas halt nicht erlebt hast, dann weißt du halt nicht, wie wichtig es ist, manche Sachen zu machen und manche Sachen zu lassen. Und dann weißt du auch nicht, wie damals ein Reconsideration Request und sowas funktioniert hat, dass die Seite auch dann nach sechs Tagen wieder drin ist und dann das Geschäft wieder läuft. Aber das sind halt Dinge, das wird heute nicht gemacht, weil heute gehst du und sagst so, ja, ich bin jetzt irgendwie 18, 19, was will ich machen?

Online-Marketing verspricht viel und sowas und dann durchlaufen die halt eine Ausbildung, ein Studium und ich weiß nicht, wie stark jetzt der Praxisanteil ist. Ich weiß nicht, wenn man jetzt, keine Ahnung, Bachelor oder Master macht im Bereich Online-Marketing, wie da jetzt die praktischen Anforderungen sind. Ob du da in der Hausarbeit irgendwie nur was schreiben musst oder ob du wirklich ein Projekt durchführen musst. Keine Ahnung, das weiß ich jetzt nicht. Entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich glaube, dass dieser praktische Teil da eher etwas weniger ist. Und dann kommen Leute halt in der Agentur zum Beispiel und dann sollten sie natürlich dort vor Ort praktisch arbeiten. Tun sie ja auch. Aber die haben natürlich dann einen ganz anderen, ganz anderen, ganz anderen … Voraussetzung, als wenn du gewohnt bist, dir alles selber rauszusuchen. Und wie gesagt, das muss nicht schlecht sein.

Ich kann das nicht beurteilen. Die Leute, mit denen ich arbeite, die, davon sind auch ein paar am Start, die sind relativ jung, die machen das sehr gut. Da gibt es sicherlich auch immer solche und solche, das möchte ich jetzt nicht beurteilen. Aber im Prinzip ist es das, was ich sage. Ich empfehle ganz dringend jedem, der jetzt damit anfängt oder das macht und besser werden möchte, halt auch selber Projekte zu machen. Eigene Websites, eigene soziale Kanäle bei Instagram und mal gucken, was funktioniert, was funktioniert nicht. Einfach, um sie auszuprobieren, denn du bekommst auch ein ganz anderes Gespür dafür, Dinge zu tun, die halt, um zu sehen, wie so die Hintergründe sind. Und das möglicherweise ist heute nicht mehr ganz so stark ausgeprägt wie früher.

Seodeluxe: Ist eine ganz, ist eine andere Zeit. Du hast ja eingangs auch schon gesagt, früher, wir haben viel getestet. Ich sehe das auch so, dass SEO ohne Webseite heutzutage, also wir bleiben jetzt beim Thema SEO natürlich, SEO ohne Webseite ist für mich immer wie so ein Automechaniker, der privat kein Auto hat, also der in seiner Freizeit dann nicht an seinem eigenen Auto dann zu Hause rumschraubt, sondern eben nur auf Arbeit dann fremde Autos vom Kunden quasi macht. Und so ist es ja auch, also wenn man dann SEO lernt oder jetzt in deinem Fall ja Social oder etwas anderes ja dann in die Agentur geht, das anwendet, dann ist man ja direkt auf der Kundenwebseite.

Da kann man natürlich auch etwas kaputt machen, das muss man auch sagen. Ja, wir wollen jetzt hier auch gar nicht den Nachwuchs in irgendeiner Form da schlecht reden oder dissen oder so, ja, das haben wir eingangs auch gesagt. Also wir freuen uns natürlich, dass überhaupt ob die Menschen danach kommen und da viel Nachfrage ist, ja, aber sehen das halt schon wirklich kritisch, wenn man in seinem Arbeitsbereich ohne tiefer gehende Kenntnisse, also da arbeitet, viele wollen sich auch gar nicht weiterbilden oder lesen dann gar kein Buch oder gehen auf keine Veranstaltung.

Björn Tantau: Das ist natürlich, finde ich, eine Voraussetzung, aber das mache ich selber auch. Also wenn ich zum Beispiel jetzt für Leute, die ich jetzt brauche mit den Arbeiter, ob das nun Freelancer sind oder Festangestellte, wir machen das ja alles remote bei uns, dann dann bin ich aber trotzdem vorher und sage den Leuten, pass auf, das und das ist jetzt, da gibt es so ein bisschen, wir nennen es immer Onboarding, aber letztendlich ist es eine Art von Training, wo die Leute dann quasi die ersten vier Wochen noch so ein bisschen von uns geschult werden, um zu gucken, okay, was fehlt denen jetzt noch, um wirklich zu sagen, das klappt. Und das musst du auch machen. Und das müssen natürlich auch dann die Firmen sich die Zeit nehmen wollen. Das ist schon wichtig, einfach um dann die Leute noch unter die Arme zu greifen. Also ganz ohne Einsatz des Arbeitgebers funktioniert es auch nicht.

Seodeluxe: Definitiv. Ich habe noch ein paar Fragen vorbereitet und zwar, was mich interessieren würde, Björn, du bist jetzt im Social Media, wie gesagt, Marketing viel unterwegs. Wie misst du den Erfolg zum Beispiel? Also was sind so die KPIs, was sind die wichtigsten Faktoren, die für dich zählen oder die vielleicht dann für deine Kunden auch wichtig sind?

Björn Tantau: Ja, das kommt natürlich immer auf den Kunden an, wo der jetzt gerade steht. Wenn wir mit Kunden arbeiten oder wenn Kunden bei uns im Coaching sind, die jetzt sagen, ich möchte jetzt erstmal nur irgendwas aufbauen, klar, dann sind solche Sachen wie logischerweise Follower relevant, aber natürlich auch nicht nur die Follower, weil du kannst, keine Ahnung, bei Instagram 100.000 Follower haben und niemand interessiert es eigentlich. Das heißt, solche Sachen wie Engagement Rate ist wichtig, das heißt, die Leute müssen darauf reagieren. Das ist so eine KPI, die ganz klassische in dem Thema. Übrigens, die Followerzahl an sich ist keine KPI. Weil, wie gesagt, du kannst 100.000 Follower haben, wenn davon 99.990 Leute sich nicht dafür interessieren, bringt es dir nichts.

Deswegen geht es eher um sowas wie Engagement-Rate oder auch Follower-Wachstum, aber da entsprechend die richtigen. Das heißt, du musst schon gucken, wer interagiert da mit den Dingen. Und natürlich auch sowas wie, wenn du jetzt beispielsweise bei Instagram eine Community hast von, keine Ahnung, 20.000 Leuten und du machst da irgendwelche Aufrufe nach dem Motto, schreibt uns eine DM und niemand antwortet, dann siehst du halt, okay, offensichtlich Zielgruppe verfehlt. Das heißt, auch das kann eine Kennzahl sein. Sowas wie zum Beispiel Story zu DM. Also du machst eine Story und sagst hier, neues Angebot. Wenn es für euch interessant ist, dann lasst mal irgendwie einen Daumen da oder schreibt uns das Wort live. Und wenn da halt niemand drauf reagiert und du hast irgendwie 20.000 Follower, dann weißt du irgendwie, okay, das scheint niemanden zu interessieren. Kann auch am Thema liegen, aber da musst du hellhörig sein.

Das heißt, sowas kann auch eine Kennzahl sein. Ansonsten geht es natürlich ganz klar darum, dass du dir anguckst, und das kriegst du natürlich jetzt mit Social Media alleine nicht so gut hin, dass du halt sagst, wir machen Social Media, um einfach aufzutauchen. Dann ist es eher ein Branding-Kanal. Das kannst du auch machen, machen auch viele Firmen, logisch. Aber dann musst du halt sagen, okay, dann geht es bei euch halt wirklich darum, wie viele Postings macht ihr pro Woche und wie viele Leute reagieren darauf, wie viele Kommentare bekommt ihr, wie viele Likes bekommt ihr und so weiter. Und man sieht, okay, dieses Branding funktioniert und die Leute haben das irgendwie im Kopf. Das ist dann auch ganz rudimentär. Spannender wird es halt wirklich, wenn du dann sagst, okay, wir wollen jetzt Social Media benutzen, um tatsächlich Dinge zu verkaufen, also Dienstleistungen und Produkte.

Dann geht es natürlich ganz klar darum, dass du sagst, okay, wir machen jetzt hier eine Aktion, organisch und oder bezahlt auf Social Media. Und dann musst du halt ganz klar messen, okay, wie viele Leute sind jetzt aus dieser Story beispielsweise bei Instagram, haben auf den Link geklickt, kamen auf der Landingpage raus und haben dann quasi was gekauft. Wenn du halt sagst, okay, die Story hat jetzt, keine Ahnung, 100.000 Views bekommen oder irgendwas, wenn du ein großer E-Commerce-Kunde bist und darüber kauft halt niemand, dann musst du halt gucken, woran liegt das? Und das wäre dann zum Beispiel so eine Kennzahl. Spannend wird es immer dann, wenn du sagst, okay, wir schalten logischerweise Werbeanzeigen, weil da geht es ja immer darum, ganz genau zu messen, wie auch jetzt bei Google Ads, dass du halt sagst, wir geben, keine Ahnung, 10.000 Euro aus, dann wollen wir aber auch mindestens 20.000 Euro verdienen. Das wäre jetzt zwar ein ROAS von 1 zu 2. Also, dass du 1 Euro reinpackst und 2 Euro raustust.

Natürlich ist es schöner, wenn du einen ROAS bekommst, der über den Faktor 2 liegt, dann lohnt es sich halt so richtig. Aber das ist dann entsprechend die Kennzahl. Das heißt, da musst du gucken, was geben wir für die Werbeanzeigen aus und was verdienen wir daran? Das ist eigentlich relativ simpel, das festzustellen, wenn du alles richtig verknüpfst mit dem Pixel und der Conversion-API und so weiter, machen tatsächlich viele nicht. Das ist immer ganz lustig. Die sagen auch so, ja, nee, Pixel wollen wir nicht, können wir nicht, dürfen wir nicht, brauchen wir nicht. Da sage ich immer so, ja, ist okay. Dann müssen wir uns überlegen, wie wir es sonst messen können.

Seodeluxe: (lacht)

Björn Tantau: Weil du lachst, ich weiß ja, wie das ist im Bereich SEO, wird ja auch zu wenig gemessen. Dieses Messen ist ja einfach lästig und wenn du halt etwas misst, dann siehst du ja auch manchmal schwarz auf weiß, oh, das funktioniert nicht und da muss ich nochmal ran und das ist halt anstrengend, einfach zu sagen, ja, wir haben da 10.000 Euro ausgegeben und ein paar Verkäufe kamen und so weiter. Das ist ein anderes Thema, dieses Measurement, also das ganze Messthema. Aber klar, das musst du tun. Wer sagt, ich möchte nicht messen, der hat eigentlich nicht verstanden, worum es geht. Geschäfte machen, BMW wird auch irgendwie messen, wie viele Autos in wie vielen Autohäusern verkauft wurden. Nehmen wir jetzt mal BMW als Beispiel, weil du ja in München sitzt. Sonst sage ich immer Mercedes, aber BMW.

Die werden es ja auch messen, damit sie wissen, wie viel sie verkaufen. Und so ist das. Und das sind eigentlich so die klassischen Kennzahlen. Das können auch andere sein, aber im Prinzip sind das so die Klassiker. Aber nochmal ganz wichtig, so die reine Zahl Follower ist eigentlich völlig irrelevant. Das ist so wie, wenn du jetzt im Bereich SEO sagen würdest, ja, wichtig ist halt, dass wir auf Nummer 1 kommen. Wenn du jetzt auf Nummer 1 stehst bei Google mit dem Keyword „Hundezüchterverband Hintertupfingen“, dann bringt dir das wahrscheinlich nicht so viel, weil du rankst da zwar, aber es kommt kein Traffic, weil kein Schwein sucht danach. Das ist immer das Problem.

Seodeluxe: Ja, das Problem ist ja auch, genau im SEO gibt es ja auch, keine Ahnung, gekauften Traffic oder Fake-Traffic, genau wie es natürlich im Social ja auch unglaublich viele Bots und Fake-Profile gibt, wo diese Zahl einfach aufgeplustert wird. Da gibt es ja auch Tools, mit denen man sich dann die echten Follower angucken kann oder wie du gesagt hast, Engagement-Raten, um dann zu sehen, wie viel ist denn da echt. Und gerade bei diesen Mega-Influencern in Deutschland, die dann da wirklich Millionen von Followern haben, da würde ich jetzt auch mal so vermuten, dass da ein großer Anteil vielleicht nicht mehr, ja nicht echt, sondern vielleicht auch gar nicht mehr aktiv ist. Kann ja auch sein.

Also, dass man halt mal eine Followerzahl aufgebaut hat und drei Jahre später kommt da nichts mehr. Im SEO habe ich ja jeden Monat den Traffic und der kommt und wenn der nicht mehr kommt, dann habe ich ein Problem. Das ist ja da nicht so. Also, die Leute unfollowen ja nicht automatisch. Aber anderes Thema, anderer Podcast. Da ist dein Podcast vielleicht viel besser geeignet. Da sind wir auch gleich beim nächsten Thema. Thema, yes, geniale Überleitung. Du hast natürlich selber einen Podcast und das haben wir ja auch schon im ersten Gespräch erfahren. Du näherst dich da schon mit Riesenschritten der 500. Folge.

Björn Tantau: Richtig.

Seodeluxe: Also erstmal Wahnsinn, Chapeau, großen Respekt natürlich. Magst du uns ein bisschen was über deinen Podcast erzählen?

Björn Tantau: Ja, den Podcast gibt es tatsächlich seit 2015. Also das ist ein witziges Thema. Ich hatte das Thema Podcast tatsächlich schon so seit, bestimmt 2010 auf dem Zettel. Es ist bei mir tatsächlich lange Zeit an der Technik gescheitert. Das ist ja heute auch so ein Thema. Ich habe hier mein „Shure MV7“, das stellst du auf, USB-C, rein ins MacBook, fertig. Das war’s. So 2010 oder 2012 musste man noch mit so einem kleinen Vorverstärker arbeiten, mit einem Kondensator Mikro, mit einer XLR-Klinke und solche Scherze. Alles auch relativ teuer, wissen die die meisten gar nicht mehr. Und deswegen habe ich da vor der Technik lange Zeit auch ein bisschen, ja, nicht Bammel, aber war halt nervig. Weil Technik ist ein Thema, was alle irgendwie nervt. Mich auch. Deswegen immer dranbleiben, so.

Heute ist es einfacher und ich habe dann irgendwann bei Marco, Marco Janck, der Seonaut, also an der Stelle schöne Grüße an Marco, der wird ja sicherlich auch noch bei dem Podcast auftauchen, schätze ich mal, gerade im Bereich SEO. Der hat ja damals Radio4SEO, das war einer, er ist ja auch einer der Podcast-Pioniere im digitalen Marketing in Deutschland, der gute Marco. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt noch existiert, aber ich glaube, andere Formate mittlerweile. Aber da habe ich dann irgendwann, hat er gesagt, Mensch, wir wollen auch eine Social Media Show machen, willst du die machen? Weil ich damals irgendwie 2013 oder sowas dann schon im Bereich Social auch mit drin war, weil ich früher auch bei der TRG den Social Media Bereich verantwortet habe.

Und dann kam ich halt darauf, das dann zu machen, habe ich das für ihn gemacht, regelmäßig und dann habe ich gesagt, jetzt machst es mal selber. Habe ich 2015 angefangen damit, auch noch ein bisschen rudimentär, damals hieß das Ding noch der „Internet-Marketing-Podcast“, jetzt heißt es mittlerweile „Social Media-Marketing mit Björn Tantau“ und wird auch demnächst wieder umgebrandet, weil ab und zu musste man was umbranden.

Seodeluxe: Social Finest. (lacht)

Björn Tantau: Genau, Social Finest, genau dass die Dinge sich einfach verändern Ja, und ich hab dann angefangen und hab dann, gesehen, das ist ganz cool, es macht mir auch nach wie vor Spaß, also man muss auch so sagen der Podcast ist definitiv bei uns ein Leadmagnet, der auch Kunden bringt, also mit dem Podcast wenn man sagt so 500 Folgen, das ist eine starke Hausnummer, aber wir haben mit dem Podcast, seit wir ihn dann so spätestens ab 2019, 2020 mehr umgebaut haben, weg vom reinen Info-Instrument hin zum Lead- und Kunden-Instrument, haben wir auch seitdem also auf jeden Fall damit Umsatz gemacht im mehrfach sechsstelligen Bereich, muss man einfach sagen.

Seodeluxe: Ja, super.

Björn Tantau: Also ein Podcast kann auch wirklich Geld bringen. Das ist vielleicht interessant für manche Podcaster da draußen, wenn man es richtig aufzieht. Und klar, auch da ein Reichweiten-Thema. Irgendwann festgestellt, du erreichst damit mehr Leute. Die richtige haben wir dann auch die Folgen auf zwei Folgen pro Woche quasi hochgeschraubt. Und letztendlich geht es darum, wie man Social Media Marketing richtig einsetzt, um halt deine Ziele zu erreichen, die geschäftlichen, als Unternehmer, als Selbstständiger, als Coach, Berater, Experte, Dienstleister. Und klar, logisch, wir machen da jetzt nicht nur harte Verkaufsshow, wir machen da auch wirklich interessante Infos. Nicht umsonst ist der Podcast ja regelmäßig in den Top Ten im Marketing.

Neulich war er übrigens gleichzeitig, das fand ich sehr geil, neulich war er gleichzeitig in den Top Ten. Und zwar in Deutschland auf der 6, in Österreich auf der 6 und in Schweiz auf der 5. Also gleichzeitig in den Top 10. Das fand ich sehr cool. An der Stelle nochmal alle, die jetzt hier zuhören und meinen Podcast kennen, vielen Dank für die Treue. Das macht mich immer sehr stolz, wenn ich sehe, dass etwas, was man tut, bei den Leuten so gut ankommt. Aber natürlich nutzen wir den Podcast, um in jeder Episode auf unsere Dienstleistungen, auf das Coaching hinzuweisen, auf Produkte und so weiter. Das sollte man schon machen. Aber 500 Folgen schaffst du halt nur, wenn du halt Bock drauf hast. Also man muss dazu Bock drauf haben und dieses Medium Podcast fällt mir auch noch leichter als Video, auch wenn wir jetzt quasi gemeinsam hier auch Video machen.

Seodeluxe: Genau.

Björn Tantau: Daran feile ich noch ein bisschen, auch gleichzeitig daraus Video zu machen für YouTube und dann gleichzeitig auch auf der Tonspur das Ganze zu machen. Aber kommt alles nächstes Jahr. Und so hat sich der Podcast quasi dann entwickelt. Wir haben jetzt irgendwie, glaube ich, keine Ahnung, 700.000 Downloads insgesamt. Für eine Nische gar nicht so schlecht. Insofern passt das.

Seodeluxe: Ja, super.

Björn Tantau: Deswegen wird es mit dem Podcast auch so weitergehen.

Seodeluxe: Nachdem jetzt seine Bekanntheit natürlich durch die SEOs Finest Folge nochmal in die Höhe schießt, also prophezeie ich locker, dass du die Millionenmarke geknackst.

Björn Tantau: Natürlich. Ende Dezember eine Million Downloads.

Seodeluxe: Je nachdem, wann die Folge hier live geht. Genau. Nee, sehr klasse. Und du hast da ein cooles Thema angesprochen. Also die SEOs Finest ist ja Tatsache auch initiiert, also der Marco Janck hat mich eben auch angeschrieben. Ja, also auch hier liebe Grüße und herzliches Dankeschön für seine Initiative damals, 2010 an ihn. Ob ich nicht eben die SEO-Sendung ja machen will, also eine SEO-Sendung für Radio$SEO und Nein, Radio4SEO in diesem Format selber gibt es nicht mehr. Hat sich natürlich auch dann entsprechend gewandelt. Das heißt, wenn du damals die Social-Sendung gemacht hast und ich SEOs Finest 2010 gestartet habe, dann haben wir quasi beide gleichzeitig auf der gleichen Plattform angefangen. Das war mir jetzt gar nicht so bewusst.

Björn Tantau: Ja, aber wahrscheinlich war es so. Ich glaube, das Social-Thema kam ein bisschen später, weil ja auch das Social-Thema bei den meisten SEOs ein bisschen belächelt wird.

Seodeluxe: War ja da auch noch nicht so prominent, muss man ja auch sagen.

Björn Tantau: Ja, ja, völlig in Ordnung.

Seodeluxe: Gab es da noch Google+? Ich weiß es nicht.

Björn Tantau: Google+ kam, glaube ich, lass mich lügen, 2012 oder 2013, aber ich zitiere Rand Fishkin zum Thema Google+: „These guys don’t get marketing“. Und so ist es bis heute geblieben bei Google. Das Thema Selbstvermarktung, dieses Thema Techie und Nerd und so, ist Google nach wie vor auch total krass. Das feiere ich auch nach wie vor. Falls jemand von euch mal die Serie „Silicon Valley“ geschaut hat. Ganz dringend gucken, diese Serie, die ist sehr lustig, eine Comedy-Serie und da geht es halt genau um diese Tech-Nerds. Und ich feiere das immer noch, aber im Bereich Vermarktung hat Google irgendwie nie so richtig diesen goldenen Weg gefunden, wie es eigentlich ist.

Seodeluxe: Ist ja auch schwer. Ganz eingangs hast du übrigens noch die Suchmaschinen angesprochen, genau, da wollte ich auch noch mal ganz kurz was gesagt. Lycos, Altavista, Fireball, hast du glaube ich genannt, die drei. Wer Altavista noch kennt, kennt vielleicht noch Astalavista. Das war die Hacker-Suchmaschine. Und da wird sich der Alexander Holl jetzt freuen, der auch schon Gast bei SEOs Finest war, ja, Yahoo musste es damals ja auch schon gegeben haben.

Björn Tantau: Ja, das stimmt, Yahoo gabs auch noch.

Seodeluxe: Das wollen wir natürlich nicht verschweigen. Klasse. Ich habe noch ein, zwei Fragen auf jeden Fall im Social Media Marketing. Wir sind jetzt an so einem Punkt, wir reden auch gleich nochmal über KI-Tools, wo sich extrem viel verändert, im SEO ja logischerweise auch. Wir reden eh hier über den Bereich Online-Marketing als Ganzes. Welche Trends siehst du du jetzt aber aktuell Social Media Marketing und wie beeinflussen die deine Arbeit beziehungsweise wie bereitest du dich auf diese Trends vor, wenn es welche gibt?

Björn Tantau: Naja, erst mal muss man natürlich die Trends auf dem Zettel haben. Das ist ja das, was bei, leider muss man sagen, bei vielen Leuten ja schon so ein bisschen, ja, hinten rüberfällt. Also viele Leute sind quasi nicht mehr so bereit, wie es noch früher war, zumindest so mein Eindruck, sich wirklich mit diesen Trends auch zu beschäftigen, was dann dazu führt, dass viele auch dann davon letztendlich überrumpelt werden so ein bisschen. Und natürlich, klar, es gibt hier einen ganz wichtigen Trend, das ist KI, den möchte ich jetzt nicht vorwegnehmen, weil ich glaube, du hast dazu eine Frage noch vorbereitet für eben, aber es gibt einen Trend und das ist ganz spannend, weil das ja hier eigentlich ein SEO-Podcast ist, dieses Thema Social Media meets SEO.

Also ich habe ja schon damals 2012 oder 2013, glaube ich, oder 2014, damals für T3N, da habe ich damals regelmäßig geschrieben und da habe ich einen Artikel geschrieben, wo es darum geht, wie du zum Beispiel eine Facebook-Unternehmensseite so optimierst, dass sie halt bei Google weiter oben gefunden wird, weil auch bei einer Unternehmensseite wie Facebook, früher ein bisschen mehr, jetzt weniger, konntest du damals schon mit logischerweise Keywords arbeiten und Facebook hat ja, ist ja rein vom Google-Index her, ist ja eine Macht, hat Millionen von Backlinks und ich weiß nicht, gibt es den Page-Rank noch? Keine Ahnung. Hat wahrscheinlich einen Page-Rank von 12, von 10 oder was, keine Ahnung, oder von 10 von 10. Und deswegen war es halt, ist es auch heute noch wichtig, dass auch vielleicht eine Facebook-Seite oder heute ein Instagram oder ein TikTok oder ein LinkedIn-Profil auch bei Google gefunden wird.

Wenn du mich zum Beispiel googlest, dann taucht relativ weit oben mein LinkedIn-Profil auf. Was natürlich auch sinnvoll ist, für mich als Personenmarke im B2B-Bereich, dass ich da bei Google mit dem LinkedIn-Profil erscheine und das macht logischerweise auch Sinn. Und einer der Trends für das nächste Jahr ist tatsächlich, dass dieses Thema SEO, also Suchmaschinenoptimierung, für die Suchfunktion der sozialen Netzwerke relevanter werden. Weil es jetzt schon so ist, ist, dass viele Menschen beispielsweise, klassisches Beispiel, also wenn ich zum Beispiel jetzt in der Stadt bin und ich möchte essen gehen, also ich bin in München und okay, München kann ich dich fragen, wo ich niemanden kenne, pass auf, ich gehe nach Leipzig, da kenne ich niemanden, gehe nach Leipzig und möchte da abends lecker Steak essen. Dann habe ich eigentlich keine Ahnung, wo gibt es das geilste Steak. Was mache ich? Gebe ein, „Steak Leipzig“ bei Google. Dann spuckt mir Google Maps natürlich Rezensionen raus. Das ist ja so, wie so Menschen wie du und ich noch das Internet benutzen.

Seodeluxe: Ja.

Björn Tantau: Immer mehr Menschen machen es so, dass sie tatsächlich dieses, ein bestimmtes Restaurant oder „Steak essen Leipzig“ tatsächlich bei Insta oder bei TikTok in die Suche eingeben und dann nicht Rezensionen lesen wollen, sondern Videos sehen wollen von Leuten, die bereits in diesem Restaurant gewesen sind. Weil sie halt wissen wollen, wie ist der Look und der Feel, wie ist das Ambiente und so weiter. Und das ist halt super spannend und das funktioniert für andere Themen auch. Und deswegen musst du bei Insta, bei TikTok, bei Facebook mittlerweile tatsächlich, wenn du zum Beispiel Videos machst, trotzdem mit ergänzendem Text arbeiten.

Weil Texte sind nach wie vor, also auch das habe ich gerade neulich gelesen, Oldschool-Beiträge, also Oldschool-Textbeiträge funktionieren halt auf Facebook immer noch extrem gut. Und auch wenn alle sagen, Facebook ist tot. Nein, Facebook ist nicht tot. 30 Millionen Leute dort jeden Monat. Und bei Facebook haben wir vor allem die Leute so ab 40 aufwärts, die halt entsprechend auch ein bisschen mehr Haushaltsnettoeinkommen zur Verfügung haben, weil sie einfach schon länger im Job sind. Deswegen ist Facebook fürs Marketing sehr, sehr, sehr wichtig. Aber dieses Thema, dass du letztendlich deine Beiträge in Social Media für die Suchfunktionen, also die integrierten Suchmaschinen von TikTok, von Instagram, von Facebook, von LinkedIn ein bisschen optimierst, das macht auf jeden Fall Sinn.

Da meine ich nicht, dass man Hashtags benutzt, weil Hashtags sind einfach nur eine kleine Landkarte, um den Algorithmen der Netzwerke zu zeigen, wofür du stehst. Mit Hashtags machst du aber keine keine Social-Media-Suchmaschinen-Optimierung. Das machst du wirklich mit einer Caption, also mit einem längeren Text, der unter der Reel ist. Und das wird wichtiger werden. Das ist noch in den Kinderschuhen so ein bisschen, aber das wird wichtiger werden, einfach weil die Leute anfangen, soziale Netzwerke als Suchmaschinen zu nutzen. Ich habe ja damals schon gesagt, ich habe schon vor zehn Jahren gesagt, wenn Facebook aufgrund der Daten, die sie haben, eine soziale Suchmaschine innerhalb von Facebook bauen würde, die wirklich dir mal brauchbare Ergebnisse rausspuckt, wie das Google ja auch macht, dann hätten sie damit definitiv noch ein weiteres Standbein, um richtig, richtig viel Werbeanzeigen zu verkaufen. Aber haben sie halt seitdem nie gemacht. Mal gucken, was später kommt. Aber das wird auf jeden Fall einer der Trends in den nächsten Jahren werden.

Seodeluxe: Okay.

Björn Tantau: Oder im nächsten Jahr werden.

Seodeluxe: Dann müssen wir auf jeden Fall in zehn Jahren nochmal einen Podcast machen.

Björn Tantau: Genau.

Seodeluxe: Dann können wir schauen, was draus geworden ist.

Björn Tantau: Gucken wir uns an.

Seodeluxe: Hört sich auf jeden Fall spannend an. Was ist denn so generell die größte Herausforderung, der du im Social-Media-Beratung oder im Social-Media-Umfeld einfach immer wieder begegnest?

Björn Tantau: Mangelnde Geduld.

Seodeluxe: Ok.

Björn Tantau: Mangelnde Geduld gepaart mit dem verständlichen Wunsch nach dem nächsten großen Hack. Also das ist ja so im Online-Marketing, das ist ja auch bei SEO so, SEO ist ja damals und wahrscheinlich heute auch immer der Kampf der SEOs versus Google. Du möchtest als SEO immer Google einen Schritt voraus sein und wenn Google wieder etwas ändert, musst du halt dich anpassen und so weiter. Also dieses Thema. Und viele Menschen sind nicht willens, sich schnell anpassen zu wollen und glauben halt, sie können Methoden, die beispielsweise offline gut funktionieren, eins zu eins in digital übertragen und dann geht das Ganze weiter. Und das sind so die meisten Probleme. Den Zahn kann man möglichst vielen Leuten relativ schnell ziehen.

Wir arbeiten auch entsprechend nicht mit Leuten, die jetzt sagen, ja, ich möchte irgendwie ein bisschen was hier und da und dann irgendwie ein Hack und bla bla bla. Klappt schon. Das müssen bei uns schon Leute sein, die auch wirklich committed sind zu sagen, ich will da jetzt einsteigen und das wirklich so implementieren, dass es für uns funktioniert. Aber dieses mangelnde Geduld und die Hoffnung nach dem nächsten Hack, was ja auch bedauerlicherweise überall propagiert wird, also man muss ja nochmal Instagram aufmachen, da kommen dann irgendwie 25 in Anführungszeichen „Experten“ und erzählen dann, das ist der nächste Hack. Das Problem ist, selbst wenn es wirklich ein Hack ist, sobald dieser Hack publik ist, ist es kein Hack mehr, ganz einfach, weil dann machen es alle und dann kriegt Instagram das mit und dann werden sie am Algorithmus schrauben, genau wie Google am Algorithmus schraubt, schraubt auch Facebook, Instagram, LinkedIn, TikTok täglich am Algorithmus, deswegen ist es so, dass Sachen, die heute funktionieren, in einer Woche vielleicht nicht mehr funktionieren und das muss man halt wissen und verstehen und dann brauchst du halt eine langfristige Strategie.

Und es ist so wie immer, du kannst auch bei Google auf Platz 1 ranken, wenn der Inhalt nicht verspricht, was der Titel hält, dann funktioniert es nicht. Und so ist es auf Social Media auch. Du kannst da Reels machen, Storys und Beiträge und Carousels, kannst sagen, Instagram ist für mich tot, ich gehe auf TikTok. Wenn dein Content nicht funktioniert, und gerade bei den Kurzvideos, die ersten zwei bis drei Sekunden, wenn es da nicht wirklich ballert, so wie ich immer sage, wenn du da in zwei bis bis drei Sekunden es nicht hinbekommst, dass Leute sagen, okay, super spannender Content, da bleibe ich jetzt dran. So wirds nicht funktionieren. Und das Zweite ist halt einfach, wenn du einfach dich nicht nützlich machst, warum sollen Leute dann sich mit dir beschäftigen? Ganz einfach. Also wenn dein Content immer nur kauf mich, kauf mich, kauf mich ist, natürlich sollst du auch transaktionalen Content machen, aber halt nicht nur. Wenn dein Content immer nur ist, kauf mich, kauf mich, kauf mich, dann werden Leute einfach sagen, ja, warum denn?

Da kann ich mir auch Werbeanzeigen angucken, das ist auch völlig legitim. Werbeanzeigen ist immer kauf mich, kauf mich, kauf mich. Aber normales Social Media Marketing, also organisch, muss auch ein bisschen die Leute abholen und darf nicht nur transaktional sein. Und das ist halt das, was viele oft nicht verstehen beziehungsweise einfach seltsame Vorstellungen haben. Und da müssen wir relativ oft den Leuten sagen, pass auf, kauf mich, kauf mich, kauf mich, funktioniert, mit Werbeanzeigen brauchst du halt Budget für. Kommen wir zum nächsten Thema. Viele sagen halt, ah, nee, Werbeanzeigen. Wollen wir kein Geld für ausgeben. Wir machen es erstmal organisch. Dann machen sie halt organisch, kauf mich, kauf mich. Und dann klappt es halt nicht. Und dann wundern sie sich. Dann sagen sie so, ja, told you so. Hättest du es mal so gemacht, wie ich das gesagt habe. Aber, nun gut. Viele Menschen haben da Lernkurven. Aber ich kann mich jetzt nicht beklagen. Also, die Menschen, mit denen wir arbeiten, die Firmen und die Unternehmer und die Selbstständigen, die sind da auch schon gut dabei.

Aber so ein Marketing mache ich auch, dass ich halt sage, pass auf, ich bin kein schnell hektisch reich Mensch, ich habe keine Wunderpille für dich, ich kann dir zeigen, wie das funktioniert, in einem für dich sinnvollen Zeitraum, dauert also nicht irgendwie fünf Jahre, dauert aber nicht fünf Tage, sondern letztendlich irgendwie einen Zeitraum zwischen drei und sechs Monaten, aber das ist ja auch für SEO relativ realistisch, aber das musst du halt wissen, die Übernachterfolge gibt es halt entsprechend nicht, obwohl es immer gesagt wird, aber da kann ich einfach den Leuten sagen, aus langjähriger Praxis, wenn Leute halt sagen, dass du mit Social Media über Nacht halt mega erfolgreich wirst, dann musst du erstmal den Zeitraum über Nacht definieren. Wie viele Nächte sind denn da gemeint? Ist es eine Nacht oder sind es vielleicht 500 Nächte? Dann kommt das eher schon ein bisschen hin. Aber das ist halt das Problem. Aber das sind die Herausforderungen wie immer. Das gab es auch schon vor zehn Jahren.

Also ich erinnere mich, dass vor zehn Jahren auch immer schon die neuesten SEO-Hacks durchs Dorf getrieben wurden und dann ging das und dann ging das wieder nicht und dann hat Google den Algorithmus geändert und dann gab es hier, wie heißt das hier im Warrior-Forum, wie das heißt, dieses Black Hat-Forum da, gab es immer Leute, die entsprechend total fertig waren, so Google hat mein Geschäftsmodell hier gekillt. Nee, hat es nicht. Du hast einfach gegen die Richtlinie gearbeitet und dann wirst du einfach gekickt. Und das sind quasi dieselben Herausforderungen. Sowas braucht Zeit. Du kannst es beschleunigen mit den richtigen Methoden, wenn du einen Mentor hast, wenn du jemanden hast, der dir hilft. Aber du musst wissen, dass es halt ein bisschen Geduld erfordert, wie in allen Bereichen des Lebens.

Seodeluxe: Definitiv. Das war ein sehr schöner Satz. Also SEO und auch Social Media, haben wir jetzt ja gerade gelernt, sind natürlich immer eher Marathon als Sprint. Klar, also natürlich gibt es diese Hacks, müssen wir auch drüber reden. Es gibt natürlich auch diese kurzfristigen Erfolge, die dann aber meistens, wie du gesagt hast, einfach dann gecancelt werden. Es gibt aber auch noch Tricks und Hacks aus dem SEO-Bereich, die jetzt schon, keine Ahnung, 20 Jahre alt sind, die heute immer noch funktionieren. Andere sind halt nach zwei Tagen weg, sobald sie publik sind. Deswegen reden die Leute ja in dem Sinne auch nie drüber oder nur in sehr, sehr kleinen privaten Gruppen. Da bin ich auch bei dir. Also das sind so Sachen, die wirst du eben nicht im Warrior-Forum, Wickedfire, Black Hat usw., da schreiben es nur die, die da, ich habe was Tolles entdeckt und da super, eine Woche später ist es weg. Das ist natürlich Quatsch.

Also das Wissen da ist ja auch sehr rudimentär oder da wird halt viel ausprobiert, was halt Quatsch ist. Vielleicht funktioniert es auch in anderen Ländern, da posten ja überall Leute aus aller Herren Länder. Ich habe keine Ahnung, ich weiß es nicht. Von daher, das stimmt schon. Ist natürlich toll, wenn man irgendeinen Trick oder Hack oder irgendwas kennt und das dann funktioniert. Die lustigste Anekdote muss ich dazu, die habe ich auch schon oft erzählt, wo ich Head of SEO bei Sixt war, da rief mich dann ein anderer bekannter SEO-Kollege eines Tages an, klingelte halt mein Telefon und dann sagte er, Mensch Marcell, ich habe gesehen, du hast ja bei der und der Landingpage, hast du ein doppeltes Leerzeichen im Title, ist das der nächste SEO-Shit? (lacht) Und ich sage, ich sage, du, danke dir. Ich sage, danke dir, da habe ich halt ein doppeltes Leerzeichen, dem ich halt einzeln habe.

Björn Tantau: Jaja, jaja.

Seodeluxe: Aber das ist super. Also Leute beobachten einen natürlich auch und ziehen dann Rückschlüsse und denken, oh mein Gott, ein Text oder ein Bild, das muss ich auch machen.

Björn Tantau: Das ist ja auch völlig legitim. Das mache ich ja auch so. Ich selber, ich selber, trotz irgendwie 20 Jahren oder 17 Jahren Digitalmarketing-Erfahrung, bilde mich ja trotzdem auch weiter fort. Das ist ja, was ich immer allen Leuten sage. Also dieses lebenslange Lernen hier, der gute Mario vom OMT, der Mario Jung, der hat ja mit seinem OMT nicht nur die Konferenz geschaffen, sondern auch die ganzen Weiterbildungsangebote, der sagt ja auch lebenslanges Lernen. Das ist halt wirklich so. Du kannst halt nicht stehen bleiben, vor allem, weil es immer schneller geht. Gerade in solchen Bereichen wie jetzt Google, also SEO für Google oder Social Media Marketing, da haben wir zum Glück ein paar mehr Plattformen als nur Google, aber das entwickelt sich ja auch ständig weiter.

Und natürlich nochmal Thema KI, all das fließt ja auch in die Algorithmen ein und der Algorithmus ist ja quasi schon immer eine KI gewesen, die letztendlich die Sachen, ob nun bei Google oder bei Facebook, das Ganze entsprechend so berücksichtigt und ja, da musst du auf Zack bleiben, und das kannst du halt nicht, wenn du dich dafür nicht wirklich originär interessierst. Und da kommen wir zu dem Thema von vorhin zurück. Wenn du halt nur irgendwo arbeitest in der Agentur und sitzt da vor deinem Rechner und machst immer irgendwas für Kunden, da lernst du natürlich auch was, aber du kannst ja bei dem Kunden nicht irgendwie so deep reingehen und da irgendwie, keine Ahnung, irgendwelche Konfigurationen verändern, ohne dass der Kunde dir sagt, du mach das mal. Weil dann kriegst du ja wahrscheinlich Ärger, schätze ich mal. Und deswegen, wie gesagt, eigene Sachen machen und das Ganze nach vorne bringen. Das ist super, super wichtig.

Seodeluxe: Da kann ich dir auch eine persönliche Anekdote erzählen, weil ich ja viele SEO-Kunden betreue, auch große Unternehmen. Und Tatsache ist es erschreckenderweise genau eher andersrum. Also leider haben viel zu viele Menschen immer Zugriff auf Systeme, in denen sie meiner Meinung nach gar nicht rumturnen sollten. Ja, Search Console oder Vollzugriff auf irgendwelche Editoren. Ja, und ändern da dann eben ganz fröhlich mal Sachen, weil sie der Meinung sind, ach, keine Ahnung, Alt-Tag braucht man nicht. Sowas passiert Tatsache eher häufiger.

Björn Tantau: Jaja.

Seodeluxe: Und dann ist man froh, wenn man es dann irgendwie später in der Search Console rausbekommt oder mit Tools. Da sind wir auch beim Thema Tools. Da wollte ich auch noch mit dir drüber sprechen. Beim SEO ist es ja so, die Leute, also man muss ja mit Tools arbeiten. Man hat ja keine Sicht auf Google, wenn man die Tools nicht hat. Geht ja gar nicht.

Björn Tantau: Genau:

Seodeluxe: Das finde ich auch mal wieder interessant. Also der eine arbeitet natürlich mit Sistrix, der andere mit Searchmetrics, der dritte mit, keine Ahnung, Ahrefs oder wie sie alle heißen. Jeder macht dann immer ein anderes SEO. Also was durch dieses Tool dann auch so entsprechend so ein bisschen dominiert wird, finde ich. Jetzt meine Frage an dich, was sind denn deiner Meinung nach die aktuell besten Social-Media-Tools, die du vielleicht auch täglich nutzt? Die kenne ich ja zum Beispiel alle gar nicht. Also erzähl uns doch mal ein bisschen was über dein Toolset.

Björn Tantau: Naja, das aktuell beste Social-Media-Tool ist auch das aktuell beste SEO-Tool. Das ist hier oben, das Gehirn.

Seodeluxe: (lacht).

Björn Tantau: Also sagen wir so, Tools sind immer so ein zweischneidiges Schwert. Ich habe immer diesen Vergleich vom Maurer. Wenn du einem schlechten Maurer da Werkzeug hinlegst, im Wert von 5.000 Euro, dann wird der Maurer trotzdem dir eine scheiß Wand bauen, weil er einfach schlecht ist. Wenn du aber einem richtig, richtig guten Maurer, der wirklich schon, keine Ahnung, alles von hier bis Südafrika gemauert hat, wenn du dem halt sagst, bauen wir eine Mauer hin und der ist halt richtig, richtig gut, aber du hast halt nur so ein schrammeliges Besteck, Werkzeug, dann wird der trotz des schlechten Werkzeuges da eine 1A-Mauer hinstellen. Und der andere wird sich dann abbiegen, weil er es halt nicht kann. Das ist so ähnlich, wie kennst du ja aus dem Sportbereich, weißt du?

Manchmal hast du ja so Leute, die kommen ins Fitnessstudio und haben dann die geilsten Klamotten an und sehen richtig gut aus und dann dann kriegen sie halt irgendwie keine 20 Kilo gehoben, weil sie es einfach nicht können. Und dann hast du halt Leute, die sagen, ja, Klamotten, Auto ist mir egal, ich bin einfach so hier der krasse Bodybuilder. Beim Tennis und beim Golf kann man es immer sehr gut beobachten. Aber anderes Thema. Also Tools sind natürlich wichtig. Klar, du hast völlig recht, wenn du Sistrix, Xovi und Co. nicht hast, dann weißt du gar nicht, was passiert da überhaupt. Da musst du schon reingucken. Beim Social-Media-Marketing ist es ein bisschen anders, weil die Plattformen selber relativ viel Daten, ähnlich wie die Google Search-Konsole, die ja aber von Google, ich glaube, jetzt ist sie ein bisschen besser als früher von den Daten her oder schlechter, ich weiß nicht genau, aber so richtig viel konnte man da ja früher nicht so rausziehen.

Also braucht es immer so ein bisschen Reverse Engineering. Das ist bei Social Media ein bisschen anders. Klar, es gibt so diese Bordmittel, wie die ganzen Statistiken, die Facebook Insights, die ja früher leider auch mal etwas besser waren, aber jetzt mittlerweile etwas zusammengestaucht wurden. Es gibt ganz coole Tools, wie zum Beispiel hier bei Facebook intern der Planer. In der Business Suite, dann gibt es die ganzen Statistik-Tools, also die Insights von Instagram, von Facebook. LinkedIn hat relativ gut aufgebaute Statistiken, wo man mal reingucken muss. Ansonsten gibt es solche Tools wie „Fanpage Karma“, kann ich sehr empfehlen. Die sitzen, glaube ich, auch in München, wenn ich mich recht entsinne, glaube ich, irgendwo in Bayern. Also irgendwo in Bayern, also München oder irgendwo in Bayern. Es gibt noch mehr Städte in Bayern, ich weiß, aber München ist immer das Größte. Die sitzen da irgendwo und Fanpage Karma ist ganz cool, weil da kannst du halt je nach Paket, was du buchst, klar, logisch, mehr Daten sehen, da siehst du auch entsprechend, was hat funktioniert, was hat nicht funktioniert.

Ansonsten gibt es ein sehr gutes Tool, was ich immer, das nennt sich „Flick“, also F-L-I-C-K, aus Großbritannien. Damit kannst du halt Hashtag-Recherche machen für Facebook, für Instagram, für TikTok und ich meine auch für LinkedIn, wobei Hashtags bis auf Insta und TikTok eigentlich relativ unwichtig sind. Aber da kannst du halt so ein bisschen rausfinden, was funktioniert. Wie gesagt, Hashtags auch ganz wichtiges Thema. Hashtags sind immer dann gut wenn der Content schon gut ist, dann kriegst du damit hätte noch ein bisschen mehr Power. Wenn der Content scheiße ist, bringen dir auch Hashtags nix. Ansonsten dann die ganzen Planungstools wie „Hootsuite“ oder „Later“ und so weiter. Und klar, logisch, was jetzt im Bereich Social Media immer wichtiger wird, sind halt solche Tools wie, ich muss mal selber, ich nutze sie immer, aber ich habe es gar nicht alles auf dem Zettel, in die Liste gucken, was wir da haben. Also klar, ChatGPT und sowas.

Dann gibt es sowas wie „CapCut“, wenn du halt Sachen schneiden möchtest. Dann gibt es sowas wie, was haben wir hier? Klar natürlich die Werbeanzeigen, Bibliothek bei Meta für für Insta- und für Facebook-Werbung. Das ist ein wichtiges Tool, nutzen wir auch ganz viel. „Zapier“ ist für uns relativ wichtig. „ManyChat“ ist ein cooles Tool, womit du halt auf Social Media Automatisierungen, zum Beispiel, wenn Leute bei dir auf einen Beitrag kommentieren, kannst du sagen, wenn sie mit dem Wort, keine Ahnung, mit dem Wort „Sale“ kommentieren, kannst du halt automatisch eine Routine lostreten, dass die Leute entsprechend dann, Direktnachrichten von dir bekommen, solche Sachen. Und natürlich solche Sachen wie „Opus Clip“, wer das nicht kennt, Opus Clip ist ein ziemlich cooles Tool. Damit kann man seine YouTube-Videos quasi reinschmeißen und diese YouTube-Videos werden dann in 9 zu 16 Storys automatisch konvertiert, mit Untertitel geschnitten und sowas. Natürlich bei Reels und TikToks und YouTube-Shorts sehr wichtig. Das sind so die Sachen. Aber tatsächlich haben viele soziale Netzwerke relativ viele eigene Daten, die sie rausspucken.

Aber sowas wie Fanpage-Karma, das kann ich immer empfehlen. Und ansonsten sind das tatsächlich bei uns eher so kleinere Tools, um halt daraus zu finden, was halt gut funktioniert und was nicht. Für Instagram gibt es noch sowas wie, das hieß, glaube ich, für „Ninjalytics“. Wie heißt das jetzt? Ich nutze die Tools gar nicht immer alle selber. Das machen teilweise auch meine Leute für mich. Deswegen bin ich da immer so tief drin. Ich glaube, Ninjalytics hieß das Ganze. Habe ich auch schon mal gehört, ja. Genau, Ninjalytics heißt das. Genau, das heißt jetzt „Not Just Analytics“, heißt es jetzt. Und ein weiteres sehr cooles Tool ist „CastMagic“. Das ist ein Tool, wo du zum Beispiel sagen kannst, auch jetzt das Video, was du jetzt produzierst für deinen Podcast oder auch in der reinen Podcast-Audiospur, kannst du dann letztendlich in das Tool reinkippen.

Dann kriegst du ein Transkript vom Video und kriegst du halt Vorschläge für eine Headline, Vorschläge für halt eine Hook, Vorschläge für zusammenfassende Texte, Vorschlag für einen ganzen Artikel zum Thema. Das ist ganz cool, wenn du einen Podcast machst, gibst du es da rein und das Ding spuckt dir halt letztendlich weiterverwertbare Informationen aus, wie du das Ganze zum Beispiel posten kannst. Das ist ganz cool und sind eher so kreative Tools, weniger Analyse-Tools, weil da kriegt man tatsächlich von den Netzwerken sehr viele Zahlen mit.

Seodeluxe: Ist ja alles prima. Also jetzt hast du erstmal vielen Dank für die ausführliche Nennung deines fast kompletten Tool-Sets jetzt hier. Das hätte ich jetzt nicht erwartet. Ja, na klar. Es gibt ja für jede Aufgabe meist ein dediziertes Tool. Es gibt ja wenige, die wirklich alles abdecken können, außer man programmiert es dann irgendwann selber für sich. Und ich denke auch, dass du in deinem hier nochmal der Hinweis auf Björn Tantaus Social Media Marketing Podcast in den bisherigen knapp fast 480, keine Ahnung, wie viele Folgen das jetzt da sind, da wirst du sicherlich auch das eine oder andere Tool schon mal genannt haben. Also hört euch auf jeden Fall, wenn ihr Interesse habt…

Björn Tantau: Mit Sicherheit.

Seodeluxe: …da auch nochmal den Podcast rein. Für mich neu war es dieses Opus Tool, Opium, keine Ahnung.

Björn Tantau: Opus Clip heißt das.

Seodeluxe: Das schaue ich mir auf jeden Fall waren. Sehr klasse.

Björn Tantau: Ach ja, und ganz wichtig, wer im Bereich Performance-Marketing unterwegs ist, „adcreative.ai“. Das ist ein ganz cooles Tool, die werben immer damit, als die sagen immer „It’s like ChatGPT and Canva have a baby“. Weißt du?

Seodeluxe: Okay, also der spuckt halt die Kampagnen dann komplett raus, Vorschläge.

Björn Tantau: Ja, mehr oder weniger. Das ist ganz cool, zumindest um die Arbeit zu erleichtern, auch um Texte zu bekommen.

Seodeluxe: Klar, natürlich.

Björn Tantau: Das haben wir auch im Einsatz, das kann ich sehr empfehlen. Das sind natürlich leider alles kostenpflichtige Tools, also alles nicht gratis, das muss man dazu sagen.

Seodeluxe: Da sind wir auch schon mehr oder weniger beim letzten Thema. SEOs Finest geht in der Regel immer so ein Stündchen, alles gut, kann auch mal kurz oder länger sein, ist kein fester, nicht auf die Sekunde gerechnet.

Björn Tantau: Ist ja deine Aufgabe als Moderator, das zu steuern.

Seodeluxe: Richtig, genau. Über die KI-Tools wollten wir noch reden. Ganz aktuelles Thema, logischerweise gab es jetzt vor zehn Jahren alles noch nicht. Ist in den letzten Monaten, ja möchte ich es jetzt fast mal nennen, extrem hochgeploppt.

Björn Tantau: 12 Monate.

Seodeluxe: Also auch von diesem, dass wir Online-Marketing-Experten natürlich schon mal getestet haben, soweit es ging. Jetzt ist das Ding explodiert wie Bitcoin, alles überlastet. Und ich sage mal, jeder Hausmann, Hausfrau ist an dem Ding dran, was natürlich für uns dann auch schon ein bisschen eventuelle Vorteile dahinschmelzen lässt. Aber die konkrete Frage ist jetzt, wie arbeitest du in deiner täglichen Arbeit heute mit KI-Tools?

Björn Tantau: Ja, also beispielsweise im genannten adcreative.ai ist so ein Tool, was die Kampagnen zusammenstellt, wo du aber immer nochmal raufgucken musst. Also es gibt kein Tool für mich, was alles schlüsselfertig ausspuckt. Das ist auch das Problem zum Beispiel mit ChatGPT. Also ChatGPT ist auch bei uns am meisten im Einsatz. ChatGPT ist jetzt ja ein Jahr alt geworden, habe ich gerade heute gesehen. Das hatte der Arthur Kosch heute gepostet bei LinkedIn. Und seit März oder so ist es ja im Bewusstsein. Und das Interessante bei KI-Tools ist halt, dass das ja so von März bis zum Sommer extrem krass war, überall KI und so weiter. Da hat es ja ein bisschen abgeflaut, das Thema.

Also der große Hype, den sehe ich nicht mehr. Den sehe ich nur noch in der Bubble, also im Online-Marketing, im Digital-Marketing. Weil nämlich, und das ist das Spannende an KI-Tools, sie werden ja auch so beworben. Und der Begriff künstliche Intelligenz ist ja auch schon irreführend. Denn wenn du dir ChatGPT mal anguckst, oder andere Tools, die jetzt künstlich intelligent sind, die sind ja nicht wirklich, also künstlich ja, aber nicht wirklich intelligent. Denn auch da, um halt ein Tool richtig bedienen zu können, musst du halt wissen, was sind die Hintergründe. Also wenn du zum Beispiel Sistrix bedienst und du hast keine Checke, wie du halt einen Sichtbarkeitsindex liest, dann bringt es dir auch nichts. Und das meine ich halt. Und dieses Thema KI hat halt bei den meisten Leuten, glaube ich, auch so diese Hoffnung geweckt, dass du jetzt dich hinsetzt, ah, Cha-GPT, und dann schreibst du rein, schreib mir einen Text über Schäferhunde. Und dann kommt halt der, extrem exorbitante, geniale High Class Nobelpreisträger Pulitzerpreis Text über Schäferhunde raus und das ist halt nicht der Fall, ja?

Der Fall ist eigentlich der, dass du das Ganze als Hilfsmittel nutzen kannst, dass aber die Maschine da habe ich jetzt dieses Jahr diverse Vorträge gehalten zuletzt beim OMT in Mainz im Oktober, dass du halt der Maschine ganz genau sagen musst, was sie tun soll, damit sie das tut was du willst und ich vergleiche es immer mit einem mit einem Assistenten, einem Angestellten, was du zu deinem Mitarbeiter sagst, dem gibst du auch ein richtig gutes Briefing. Und wenn dein Briefing für den Mitarbeiter nicht gut ist, dann klappt es nicht, weil du dich missverständlich, du hast dich falsch ausgedrückt. Und so ist es mit der Maschine auch. Das heißt, du musst prompten lernen, du musst Prompts schreiben können, die Anweisungen für die Maschine. Und wer das nicht kann, der wird es nicht hinbekommen mit KI. Und da sehe ich quasi Probleme und Chance zugleich, weil die meisten Leute sagen, KI, das ist ja gar nicht so geil, wie alle sagen. Aber diejenigen, die halt wissen, wie man das Ganze jetzt einsetzen kann, sind sinnvoll, die machen es halt.

Und auch da ist das Problem, dass viele Menschen halt so ein Tool anfangen zu nutzen, dann sehen sie nach zwei, dreimal probieren nicht die Ergebnisse, die sie haben wollten und dann hören sie wieder auf. Ja, und das ist das Problem. Und wir zum Beispiel haben in ChatGPT, glaube ich, bestimmt, keine Ahnung, mehrere hundert Arbeitsstunden reingesteckt, bevor wir wirklich die Prompts hatten für uns, die wirklich gut funktionieren und die auch dann wirklich diese hundert Stunden Arbeit, oder lass es 200 gewesen sein, auch wieder neutralisieren. Aber da musst du erst mal hin. Und das ist das Problem an allen Tools. Das wissen wir ja seit jeher vom Sistrix-Sichtbarkeitsindex. Wie viele Leute gab es damals, oder gibt es heute immer noch, die halt das Ding montags morgens aufmachen und dann sehen sie halt, Index ist gestiegen, cool, ich muss nichts machen, weißt du? Und nächste Woche ist gefallen, oh, was mache ich denn jetzt? Ja, und gar nicht dahinter gucken, ja, weswegen denn gefallen, weswegen denn gestiegen? Gab es vielleicht ein Core-Update, ja, hast du vielleicht gar nichts schlechter gemacht, aber die Konkurrenz war besser als du und so weiter und so fort, ja.

Und das ist halt was zu wissen, das ist wie du vorhin sagtest, der Kfz-Mechaniker, der sich halt für Autos eigentlich nicht interessiert, der wird in seinem Job wahrscheinlich nicht gut sein. Und so ist es mit Tools auch, das heißt, die Tools klappen immer dann, wenn du bereit bist, dich da reinzuknien und wirklich zu sagen, ich möchte das Tool wirklich verstehen, um dann daraus das Maximum rauszuziehen. Und viele machen das halt so in der Form nicht, und dann musst du halt gucken, ob das dein Anspruch ist, das so gut zu machen, oder du sagst, ja, mit so 50% reicht es auch. Ich persönlich weiß, dass 100%, also Perfektion, der Feind des Wachstums ist. Deswegen sage ich immer, okay, 80% ist auch in Ordnung. Aber das sehe ich bei KI-Tools als Gefahr. Ansonsten, wenn du das verstanden hast und du weißt, wie man die KI-Tools benutzt, dann sind das auf jeden Fall sehr, sehr gute Helfer.

Es ist halt spannend zu gucken, wie das Ganze sich weiterentwickelt. Im kreativen Bereich sehe ich mittlerweile halt tatsächlich so einen Deckel, weil die Tools können dir zwar helfen, aber solange es kein Tool gibt, das jetzt wirklich dir die kreative Arbeit, also das Initiale abnimmt, weil ChatGPT kann dir kein Original-Gedicht schreiben. Selbst wenn es original aussieht, es ist immer ein Remix aus Dingen, die bereits da sind, ganz einfach. Und das ist halt das Problem. Das heißt, die wirklich denkende Maschine, also die wirkliche künstliche Intelligenz, die gibt es leider oder zum Glück, je nachdem, wie du es siehst, noch nicht.

Seodeluxe: Gut, wir haben ja alle die Terminator-Filmreihe gesehen, also von daher…

Björn Tantau: Aber nichts gegen Arnold Schwarzenegger.

Seodeluxe: Nein, natürlich nicht, aber gegen die KI, also wenn Skynet übernimmt, dann ist es vorbei. So, ja, super interessante Insights auf jeden Fall, auch da bin ich total bei dir. Ich nutze diese KI-Tools vor allem eben auch gerade, was du vorhin gesagt hast, so für eher kreative Sachen, also dieses Adcreative zum Beispiel finde ich jetzt mega spannend, kenne ich noch nicht, schaue ich mir gerne an, weil ich ja jetzt kein Grafiker bin, ja, also ich mache ja Online-Marketing und wenn ich jetzt mal einen Banner irgendwie erstellen muss für irgendwas auf meiner meiner Webseite, dann sehen die eher suboptimal aus. Und da hilft mir Tatsache sowas, weil bei Canva, hast du ja auch vorhin genannt, gibt’s ja auch nur fertige Templates irgendwie, kann man alles nehmen, ist auch alles gut. Aber wenn ich dann zum Beispiel da alles reinkippe, KI-Tool und sage, hey, hier ist meine CI und das ist die Message und dann machen die das. Und das finde ich sehr spannend und nutze ich sehr gerne. Da habe ich wahrscheinlich weniger Zeit investiert als du jetzt. Also 100 Stunden oder mehr ist natürlich…

Björn Tantau: Ja, nicht alleine ich.

Seodeluxe: Ja, klar, dein Team, dein Nutzer. Da kann ich noch nicht mithalten, aber aber sehr, sehr spannend und wir werden sehen, was da auch jeden Fall in Zukunft noch kommt, wie sich das Ganze entwickelt. Ob jetzt dann zum Beispiel eben auch alle Grafiker, sage ich jetzt mal, oder kreative Menschen dann in Zukunft arbeitslos werden. Ob vielleicht die KI oder die Tools dann langfristig auch SEO oder Social ersetzen. Wie gesagt, lass uns bitte in 10 Jahren nochmal einen Termin machen. (lacht) Also ich glaube, das könnte auf jeden Fall noch spannend werden. Ja, sehr schön. Björn, wir sind am Ende der Sendung angekommen. Hast du noch was, was dir auf dem Herzen liegt, was du gerne noch loswerden würdest? Vielleicht hier auch gerne nochmal Werbung in eigener Sache oder ähnliches?

Björn Tantau: Ja, natürlich, klar. Also wer jetzt sagt, er oder sie braucht dringend Unterstützung im Bereich Social Media Marketing und damit auch tatsächlich nicht nur Klicky-Bunty Reichweiten aufbauen, sondern wirklich damit Umsatz machen, dann bitte bei mir melden, „bjoerntantau.com“ oder meinen Podcast hören, Social Media Marketing mit Björn Tantau oder Facebook, Instagram, überall bin ich da irgendwo. wo und da kann man mir gerne folgen. Ansonsten würde ich jetzt sagen, also wenn ich jetzt wüsste, dass die Folge jetzt zeitnah ausgestrahlt wird, würde ich sagen, frohe Weihnachten, weil wir es heute ja schnell aufnehmen. Aber das mache ich so nicht. Ansonsten wünsche ich einfach allen Menschen, die jetzt zugehört haben, wünsche ich einfach gutes Gelingen, sowohl im Bereich SEO als auch im Bereich Social Media. Einfach viel Erfolg mit dem eigenen Business oder im Job und so weiter und frohes Schaffen, ganz einfach.

Seodeluxe: Sehr cooles Schlusswort. Mir ist Tatsache noch ganz spontan in eine aller letzte Frage eingefallen, die ich dir noch stellen möchte. Und zwar, SEO, wir haben ja viele Spitznamen, ich bin ja der Seodeluxe zum Beispiel. Du bist früher oder lange Zeit als Tameco unterwegs gewesen. Was ist denn eigentlich aus Tameco geworden?

Björn Tantau: Tameco gibt es immer noch, das ist die Dachfirma.

Seodeluxe: Achso.

Björn Tantau: Tameco Online-Marketing gibt es nach wie vor. Das ist die Firma, unter der wir abrechnen.

Seodeluxe: Ja, alles klar.

Björn Tantau: Also als Personenmarke, ich kann jetzt auch sagen, ich nehme mich jetzt, keine Ahnung, Tantau-Consulting oder sowas, haben wir Überlegungen, das im nächsten Jahr auf den Weg zu bringen. Aber im Prinzip tauche ich ja unter meinem Namen auf und so weiter. Und Tameco Online-Marketing gibt es nach wie vor, das ist sozusagen die Dachfirma administrativ, da gibt es jetzt keine Website mehr für, weil, ja, brauchen wir nicht, denn alles läuft über bjoerntantau.com. Aber ich muss ja auf die Rechnung irgendwas drauf schreiben.

Seodeluxe: Weil das hatte ich noch im Hinterkopf, das ist die „Tameco.de“, hattest du, glaube ich, jahrelang gehabt, oder? Und unter der war dann die Seite.

Björn Tantau: Genau, aber die wird jetzt einfach weitergeleitet. Aber im Impressum steht es noch drin. Wie gesagt, da sind Überlegungen in der Mache, nächstes Jahr das Ganze auch umzufirmieren. Aber du weißt ja, wie das ist, das sind immer so Punkt 7.850 von 300.859.

Seodeluxe: So, ihr Lieben, mich hat es super gefreut. Vielen Dank für deine coolen Insights, auf jeden Fall. Sehr cooles Gespräch.

Björn Tantau: Ich danke dir.

Seodeluxe: Sehr, sehr gerne. Und wie gesagt, würde mich echt freuen, wenn wir vielleicht echt nochmal einen Podcast machen. Ich wünsche dir mit deinem Podcast auf jeden Fall auch ganz, ganz viel Erfolg weiterhin. Hör da auf jeden Fall auch gerne nochmal rein. Ich habe jetzt gerade für mich auch mitgenommen, dass es da noch einiges für mich auch zu lernen gibt, gerade was jetzt auch Tools oder Insights, Social-Media-Bereich angeht, was einfach nicht meine Expertise ist, von daher ständiges Lernen, lebenslanges Lernen haben wir als Motto hier auch noch mitgenommen.

Björn Tantau: Ja.

Seodeluxe: Ich hoffe, euch hat die Folge getaugt. Das war Folge Nummer 28 von SEOs Finest. Mein Name ist Marcell Sarközy, aka Seodeluxe. Und bei mir zu Gast war Björn Tantau. Ich bin raus an dieser Stelle und wünsche euch noch ganz viel Spaß. Ciao.

SEOs Finest 28 Shownotes

Webseite: https://bjoerntantau.com/
Björn auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bjoerntantau
Social Media Marketing Podcast (Spotify): https://open.spotify.com/show/4FrheqWtZOVsYGxy0NOVUi

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