Man hat eine Landing Page für ein Affiliate Programm und beschiesst diese von verschiedenen anderen Seiten mit Links, die eine Tracking ID enthalten (z.B. http://www.domain.com/?affid=12345). Google folgt diesen Links und findet zu verschiedenen URLs nun immer die selbe Seite. Die Folge: aus Sicht der Suchmaschine handelt es sich hierbei um Duplicate Content.
Methode 1: Alle Inbound Links müssen auf Nofollow gesetzt werden, das wird aber schwer durchzusetzen und zu überprüfen sein bei einem großen Affiliate Programm. Vor allem wenn die Links schon eine Weile bestehen und schon im Google Index sind, müssen diese nachträglich per robots.txt gesperrt oder mittels Google Webmaster Tools gelöscht werden. Es kann also ein erheblicher Arbeitsaufwand entstehen. Also nicht die beste Lösung.
Methode 2: Die Weiterleitung per 301 Redirect von der URL mit Tracking ID (http://www.domain.com/?affid=12345) auf die URL ohne ID (http://www.domain.com) scheint eine geeignete Lösung zu sein. Erheblicher Vorteil gegenüber Methode 1: es wird PageRank von den Affiliate Seiten vererbt. Der Nachteil ist hier jedoch, das das Affiliate Programm inhouse abgebildet werden muss, da man sonst keine Redirects einrichten kann. Meines Erachtens die zweitbeste Lösung, da hier einiges an Aufwand entsteht (Einrichtung der Redirects, Verwaltung des Affiliate Programms).
Methode 3: Auf Cookie-basiertes Tracking umstellen. Hier entsteht ein einmaliger Aufwand, der sich aber langfristig immer rechnet. Die URL bleibt dann immer die selbe und die Suchmaschine findet nur noch eine einzige URL zur Indizierung. Die beste Lösung, wenn diese technisch umsetzbar ist.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen oder eine bessere Lösung? Dann schreibt mir einen Kommentar!
Duplicate Content wird überbewertet…
[...] Excerpt from: So vermeidet man Duplicate Content durch Affiliate Links [...]
Variante 2 hat auch den Vorteil, dass ein 301 auf eine saubere URL besser aussieht und die Referrer-ID des Affiliate nicht im Adressfeld zu sehen ist, das ist ja in der Regel unerwünscht. Alleiniges Cookie-Tracking ist bei den ständigen Datenschutz-Diskussionen in D und der EU auch nicht unbedingt die zukunftssicherste Lösung, daher setzen wohl die meisten auf einen gesunden Mix.
Ergänzend könnte man je nach Umfang des Projektes auch noch die Parameterbehandlung in den Google Webmastertools nutzen, um Referrer-Parameter ab ?affid=12345 auszufiltern. Einschränkung: nur Google und max. 15 Parameter.